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Recruitment Agencies in Irland
Recruitment Agencies in IrlandBlutsauger, Betrüger und Blender?Wer auf der Suche nach einem Job in Irland ist, wird in vielen Fällen nicht an ihnen vorbeikommen - "recruitment agencies", also Personalvermittlungen. Ein Grossteil der Ausschreibungen läuft über diese Firmen, die ihren Kunden einen Grossteil der Arbeit bei der Suche nach dem neuen Angestellten abnehmen.Fragt man nach der Qualität der Vermittlungsfirmen, etwa in einem Internetforum, bekommt man einen gemischten Eindruck. Oftmals heisst es "Taugen alle nix ..." oder "Kann von allen nur XYZ empfehlen!", dann wieder "die Kleinen sind die Besten ..." oder auch "Nimm' ja nur eine grosse Agency!" Soll man diesen Stimmen trauen? Nein ... und wir sagen Ihnen auch gerne, warum! Subjektive Meinungen - Trust No One! Fragt man Menschen mit Erfahrungen in der Arbeitsplatzsuche nach ihrem Eindruck von den ihnen bekannten Recruitment Agencies, ist die Standardantwort meist "A ist toll," gefolgt von "... andere kenne ich nicht" oder "... B, C und D taugen nix!" Hakt man dann nach, stellt sich in den weitaus meisten Fällen eines klar heraus: Empfohlen wird grundsätzlich immer die Agency, über die der Befragte seinen Job gefunden hat. Verdammt werden alle die, die aus welchem Grund auch immer dieses nicht schafften. Und findet der Kandidat keinen Job (oder keinen Job, der ihm gefällt), dann taugen eben alle Agencies nichts. Nur sehr selten wird man auf qualifizierte Aussagen stossen, in denen konkret Pro oder Contra zu einzelnen Agencies nachvollziehbar wird. 95% aller Aussagen sind subjektive Gemeinplätze - der Recruiter war "nett und hat sich wirklich bemüht". Unser Tipp daher: Geben Sie wenig auf die Aussagen, die Sie von Kollegen und Bekannten hören oder die sie im Internet lesen. Ihre Erfahrungen mit demselben Recruiter können vollkommen anders sein! Leider sind die meisten im Internet zu lesenden Erfahrungen mit Personalvermittlungen von Menschen geschrieben, die in Jobs ohne jede oder mit niedriger (relevanter) Qualifikation vermittelt wurden. Das System - ein Erklärungsversuch Die wichtigste Information zuerst: Eine Recruitment Agency ist keine Jobvermittlung, sie ist eine Personalvermittlung. Was wie zwei Seiten einer Medaille wirkt, birgt einen wesentlichen Unterschied. Den Unterschied des Geldgebers. Um es drastisch anschaulich zu machen: Wäre der Recruiter als Metzger tätig, wären die Personal suchenden Firmen eben Hausfrauen beim täglichen Einkauf. Sie, der Jobsuchende, wären nichts mehr als das Fleisch in der Auslage. Und auf Ihre Qualifikationen kommt es an, wie Sie angepriesen werden - ob als feinstes Kalbfleisch, als Pfund Gehacktes ... oder eben als Wurstreste für den Hund. Die Recruitment Agency lebt einzig und allein davon, Firmen geeignete Kandidaten zuzuführen, die dann einen Mindestzeitraum in der Firma bleiben. Der Verdienst für die Agency ist dabei nicht nur von der Quantität der Kandidaten abhängig, sondern auch von der Qualität. Je qualifizierter ein Kandidat ist, desto mehr potentiellen Gewinn verspricht er, desto intensiver betreut man ihn - und je "schwieriger" er ist, desto weniger Zeit wird in ihn investiert. Sein Lebenslauf wird mit Dutzenden anderen in den "allgemeinen Pool" kommen. Wenn die einzige relevante Qualifikation die Muttersprache ist, sieht es mau aus ... Gleichzeitig hat der Recruiter Leistungszwang - um das eigene Überleben zu sichern, muss er konsistent bestimmte "Schlagzahlen" erfüllen. Im eigenen Interesse wird er daher Lebensläufe und Kontakte horten, immer auf der Suche nach einer ungefähren Deckungsgleichheit mit den Anforderungen seiner Kunden. In Irland werden immer wieder ungelernte Kräfte mit Fremdsprachenkenntnissen gesucht - weswegen es auch kein Wunder ist, dass man bei fast jedem Recruiter mit offenen Armen begrüsst wird. Selbst, wenn dieser Recruiter derzeit eigentlich gar keine geeigneten Jobs anbietet. "Ich habe ein Vorstellungsgespräch ..." Und noch etwas ist wichtig zu wissen - ein Gesprächstermin bei einem Recruiter ist kein "Vorstellungsgespräch" im klassischen Sinn. Der Recruiter will lediglich einen persönlichen Eindruck vom Kandidaten haben, vom Aussehen über die Sprachkenntnisse bis zur Zuverlässigkeit. Dies zusammen mit den schriftlichen Unterlagen bestimmt dann die Entscheidung, wohin der Lebenslauf geschickt wird. Unterstützt wird das "Kennenlernen" oft durch eine Reihe von Tests, etwa Maschineschreiben oder auch Psychotests am PC. Letztere auf Englisch. Und mit Zeitrahmen - kann man den auf 15 Minuten angesetzten Test nicht ohne Wörterbuch und unter dreissig Minuten bearbeiten, ist das Ergebnis fast schon irrelevant. Ärgerlich ist bei solchen Terminen mit einer Personalvermittlung oft das anscheinende Leben in zwei Paralleluniversen - vom Kandidaten wird Pünktlichkeit, Geduld und hervorragende Vorbereitung erwartet. Dies bedeutet aber noch lange nicht, dass der Recruiter überhaupt anwesend ist, (ausreichend) Zeit hat oder gar vorbereitet ist. Oft ist man nur einer von mehreren Kandidaten, die alle zu einer Uhrzeit einbestellt wurden. Was in peinlichen Situationen enden kann: "Ah ... yes ... there you are ... I was very impressed by your CV and have some exciting opportunities for you ... er ... what was your name again?" Erwarten Sie daher bei solchen Gesprächen immer viel heisse Luft, eine Reihe von spontanen Aktionen (Motto: "Let's see how many hoops we can make you jump though!") und manchmal auch das Gefühl, im falschen Film zu sein. Erwarten Sie keine allzu konkreten Ergebnisse. Und rechnen Sie viel Zeit ein. Ein Hinweis noch: Jeder Recruiter stellt die Standardfrage, ob man auch bei anderen Personalvermittlungen gemeldet sei. Ob tatsächlich auch nur einer dieser Menschen glaubt, ein ernsthaft Arbeit suchender Mensch würde so schmalspurig denken? Egal - sagen Sie einfach, Sie hätten Ihren CV zwar gestreut, hätten aber das Gefühl, hier am besten aufgehoben zu sein ... und keine weiteren Recruiter mehr nötig zu haben. Das streichelt das Ego Ihres Gegenüber und ist ziemlich unverbindlich. Im eigenen Interesse werden Sie natürlich mit jeder interessierten Personalvermittlung kooperieren ... aber das muss ja nicht jede interessierte Personalvermittlung auch wissen, oder? Achten Sie nur auf zwei Dinge:
An sich gar nicht ... sorry! Der Internetauftritt der meisten Firmen ist recht standardmässig, heute kann schon ein Zwölfjähriger eine professionell aussehende Webseite basteln. Auch die Zahl der aufgeführten Stellen ist irrelevant - viele können einfach "Köder" sein. Denn ein Teil des Recruitment-Geschäftes ist das "trawling" nach Lebensläufen: Man wirft ein riesiges Netz in Form von "Stellenangeboten" aus und sortiert danach alle so eingefangenen Lebensläufe. Irgendein Kandidat für irgendeine Stelle wird schon dabei sein. Unfair? Jein ... denn die meisten Bewerber schicken ja auch ihre Lebensläufe nach dem Prinzip eines Flächenbombardement los, eMail macht es möglich. Auch die Adresse einer Agentur, oder die Ausstattung der Büroräume, hat wenig zu sagen. Einen besseren Eindruck macht der erste persönliche Kontakt - wie gut ist der Recruiter vorbereitet? Grob gesagt kann man das Interesse und die Ernsthaftigkeit daran erkennen, wie schnell der Recruiter auf einen selbst direkt eingeht. Findet er Ihre Unterlagen nicht, liegen diese wohl irgendwo im grossen Haufen. Kann er sich Ihren Namen nicht merken, ist er mit den Gedanken ganz woanders. Und haben Sie sich ausdrücklich als Koch beworben und werden dann gefragt, ob Sie auch Druckersupport in einem Call Centre machen könnten ... ja, dann wissen Sie, wo der Hase im Pfeffer liegt! Size matters ... but isn't everything! Oft hört man den Rat: "Gehe zu einer kleinen Personalvermittlung, die kümmern sich besser um Dich?" Was ist dran an dieser anscheinend goldenen Regel? Es kann stimmen ... oder auch nicht. Grundsätzlich hat eine kleinere Agentur mehr Zeit für den Kontakt, bedingt meist durch weniger Kandidaten und weniger Kunden. Ein Recruiter bei einer international verzweigten Personalagentur ist froh, wenn er in der Woche nur hundert Kandidaten persönlich sieht und nur hundert Kunden anrufen muss. Ein Recruiter in einer kleinen Einmannagentur ist dagegen froh, wenn er im selben Zeitraum wenigstens zwanzig Kandidaten sieht und zwanzig Kundengespräche führt. Andererseits muss der Recruiter in der Kleinfirma dieselbe Zahl an Kandidaten erfolgreich an Kunden vermitteln wie sein Kollege in der Grossfirma - was den Erfolgszwang grösser macht und im ungünstigsten Fall zur Vermittlung "auf Teufel komm raus" führen kann. Fazit: Man kann mit einer kleinen Agentur genauso gut oder schlecht fahren wie mit einem Branchenriesen - erstere hat gelegentlich den Vorteil, dass man nicht nur eine anomyme Nummer ist, letztere ist oft durch das "Gesetz der grossen Zahl" erfolgreicher. Bei beiden ist allerdings auch wieder die Qualität der Betreuung direkt von der Qualifizierung des Kandidaten und dem Anforderungsprofil des Kunden abhängig. Womit dannauch klar ist, dass "Grösse" bei spezialisierten Personalagenturen fast vollkommen unwichtig ist - diese werden nur entsprechend qualifizierte Kandidaten überhaupt annehmen und haben gleichzeitig einen begrenzten Kundenkreis. Fragen an den Recruiter Wenn die berühmte Frage kommt, ob Sie noch Fragen haben, dann sollten Sie Ihrem Gesprächspartner bei der Personalvermittlung ruhig auf den Zahn fühlen. Allerdings ... mehr als gut klingende Phrasen werden Sie meist nicht zu hören bekommen. Anders ist es, wenn der Recruiter ankündigt, Ihren Lebenslauf an einen Kunden schicken zu wollen. Oftmals wird dies mehr oder weniger unverbindlich angekündigt - und da müssen Sie nachhaken. Die Personalvermittlung muss Ihnen mitteilen, um welchen Arbeitgeber es sich handelt, um welchen Standort und um was für eine Position. Sagt Ihnen dies nicht zu, sagen Sie dies dem Recruiter freundlich und mit einer nachvollziehbaren Begründung. Irgendwann ist es aber (hoffentlich) so weit: Die Personalvermittlung hat Ihren Lebenslauf an einen Kunden geschickt, der Kunde hat Interesse und ein Interviewtermin wird vereinbart. Jetzt ist es Zeit, folgende Informationen einzufordern:
Nach dem Interview Hat man das Vorstellungsgespräch hinter sich gebracht, wird sich eine vernünftige Personalvermittlung möglichst bald mit Ihnen in Verbindung setzen. Man wird einfach hören wollen, "wie es so lief". Danach wird der Kandidat dann meist vertröstet - man müsse abwarten, was der Kunde sagt. Das stimmt, aber wenn man nach zehn Arbeitstagen noch immer nichts von der Personalvermittlung gehört hat, sollte man selber nachhhaken. Möglichst telefonisch - eMail kann zu leicht der Nichtbeachtung anheim fallen, persönliche Besuche dagegen sind dem meisten Recruitern ein Grauel. Wie finde ich Personalvermittlungen? Sofort? Nutzen Sie unser Suchfeld, schon fertig ausgefüllt, und mit einem Klick werden Ihnen Hunderte von Links präsentiert ... |
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