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Auswandern nach Irland - Häufig gestellte Fragen
Ist eine Auswanderung nach Irland überhaupt empfehlenswert? Die Beantwortung dieser Frage hängt von so vielen individuellen Faktoren ab, dass ein klares "Jein!" oder ein entschiedenes "Vielleicht!" an dieser Stelle stehen müsste. Grundsätzlich kann man sagen, dass eine einigermassen geplante und wirtschaftlich abgesicherte Auswanderung viele Vorteile mit sich bringen kann. Allerdings auch Veränderungen, die man wiederum als Nachteile ansehen kann. Vieles in der Bewertung ist dabei sehr subjektiv. Und die Einschätzung, ob es sich "gelohnt" hat, die können Sie nur für sich selbst und nach einiger Zeit treffen. Welche Risiken bringt eine Auswanderung mit sich? Im Prinzip nicht mehr Risiken als jeder Wohnsitzwechsel im Heimatland - mit der wchtigen Einschränkung, dass man sich an zum Teil radikal veränderte Verhältnisse gewöhnen und sich mit diesen arrangieren muss. Gelingt dies nicht, entstehen zwangsläufig Probleme. Und wird man mit den veränderten Verhältnissen unvorbereitet konfrontiert, kann dies deren Akzeptanz erschweren. In Irland ist vieles anders als in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Beginnend beim Schulsystem und über das Gesundheitswesen bis zur Steuergesetzgebung reichend, von Bauvorschriften und Arbeitsrecht ganz zu schweigen. All diese Veränderungen sollten in eine Entscheidung "Auswandern nach Irland - Ja oder Nein?" einbezogen werden. Dann kann man die individuellen Risikobereiche definieren und im Vorfeld deren Ausdehnug minimieren. Und man kann überlegen, zu welchen Kompromissen man bereit ist, um andere Ziele zu erreichen. Wird man als Schweizer, Österreicher oder Deutscher leicht in Irland akzeptiert und integriert? Laut den letzten verlässlichen Zahlen des Central Statistics Office leben rund 11.000 Menschen aus diesen drei Ländern in Irland, weniger als 0,2% der Bevölkerung und daher weder zahlenmässig noch durch Äusserlichkeiten besonders hevorstechend. Die meisten deutschsprachigen Bewohner Irlands fallen nach kurzer Zeit im Alltagsbild nicht mehr auf. Insofern gibt es auch mit der generellen "Akzeptanz" kaum Probleme. Gleichzeitig ist Irland jedoch immer noch stark regional geprägt ("parochial"), so dass ein Zuzügler auch nach Jahren und Jahrzehnten immer noch den Status des "blow-in" hat. Nicht mehr ein "Fremder", aber immer "von anderswo". Eine Integration in die irische Gesellschaft muss man sich vor Ort selber erarbeiten - wobei es individuell sehr verschieden definiert werden kann, wann man "integriert" ist. Gibt es Ausländerfeindlichkeit in Irland? Ja - diese richtet sich allerdings meistens gegen ethnische Minderheiten nicht-europäischer Herkunft. Auch der teilweise starke Zuzug von Migranten aus den neuen EU-Mitgliedsstaaten, vor allem aus Polen und dem Baltikum, hat zu negativen Begleiterscheinungen in der irischen Gesellschaft Anlass gegeben. Für die weitaus meisten deutschsprachigen Immigranten ergeben sich keine Probleme in dieser Hinsicht. Welche Sprachkenntnisse muss man besitzen? Ihr Englisch sollte für eine problemlose Immigration mindestens zur Erledigung der wichtigsten Alltagsgeschäfte (Einkaufen, Terminvereinbarungen, leichte Konversation) ausreichend sein. Darüber hinaus gehende Kenntnisse des Englischen sind je nach ausgeübter Berufstätigkeit empfehlenswert bis unabdingbar. Sprachkenntnisse im Irischen sind dagegen unnötig. Woran scheitern die meisten Immigranten? Hierzu gibt es keine verlässlichen Untersuchungen, zumal auch die Begriffsdefinitionen unklar sind - gerade junge deutschsprachige Arbeitnehmer in Irland sind oft eher Gastarbeiter, die ihren Aufenthalt im Lande als Zwischenepisode ansehen und eine Rückkehr ins Heimatland über kurz oder lang anstreben. Und viele Entscheidungen zu einem erneuten Wechsel, zurück in die Heimat, werden von veränderten Lebensumständen beeinflusst. Betrachtet man die Erfahrungen der Immigranten, die mit dem Ziel "Für immer nach Irland!" übersiedeln, wird das Bild deutlicher. Hier gibt es ein echtes "Scheitern" meist nur bei Problemen mit einer hohen, zum Teil unrealistischen Erwartungshaltung, die das "Traumland Irland" gar nicht erfüllen kann. Oder bedingt durch persönliche Fehlentscheidungen, die jedoch auch im Heimatland zu Problemen führen würden. Lesen Sie auch:
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